Wieder richtig eingestiegen in die Therapie, es ist richtig so, bindet aber unfassbar viel Energie. 

Und heute ists wirklich schlimm mit der "Fibromyalgie"... aaaaalter es raubt mir die Sinne.  emotion Aber so ist das eben. "Tiefenverspannung" oder so. Haaahaha, nee das ist gar nicht lustig. Und was nehmen geht nicht, "is Psycho, also keine Medikamente!"

Da kann die Ärztin noch so deutlich gesagt haben "Nein, das ist keine Einbildung!" Ist es aber doch. Man kann ja nix nachweisen oder so und die Ursachen sind "Psycho". Ist so eindeutig. Super.

 

6.10.11 00:31, kommentieren

 

 

 

 

Schwerelos

wie Watte in einem warmen Hauch von Frühlingswind... 

Gehen ohne Spuren zu hinterlassen.

Schweben.

Los-gelöst. 

Unsichtbar.

Lautlos.

 

 

3.10.11 22:37, kommentieren

 

 

 

 

 

25.9.11 20:01, kommentieren

 

 

 

endlich fertig :-)

 

1 Kommentar 16.9.11 15:50, kommentieren

 

 

 

Kartoffelpuffer zum Frühstück mit Pommes, geschmolzenem Sojaeis, Erbsen und Suppengemüse, garniert mit 3 Päckchen wabbeligen Kräutern... Kühlschrank kaputt. Es lebe der Fortschritt. Hätt ich mich da nie dran gewöhnt, hätt ich jetzt auch nicht das Frühstücksproblem. Naja, man gönnt sich ja sonst nichts.

2 Kommentare 16.9.11 10:03, kommentieren

 

 

 

Mhm, keine Ahnung, wer "xyz" ist, aber so fühl ich das mal gar nicht. Eher so ein bißchen ferngesteuert was das Kranksein angeht. Für irgendwen ist es anscheinend wichtig, noch nicht gesund zu sein. Ich fand die Wochen vorher mit gutem Gefühl (meistens) und gutem Außenmodus (meistens) ohne eben nur zu Funktionieren, sondern tatsächlich zu "sein", schon ganz angenehm :-)

Na wir werden sehen. 

Nächste Woche geht die PT wieder eine Weile weiter. Das ist irgendwie das einzige Pflichtprogramm, dem sich keine/r entzieht. Also nicht so, dass es auch ein physisches Entziehen wäre. Hm. Vielleicht ist das jetzt einfach mal ne Systempause. Ich meine, im Außen ist und war echt genug los in der letzten Zeit. Und wird auch wieder. Allein so beruflich. Man hätte ja auch was Vernünftiges lernen können. Was womit man Geld verdient, aber nein ;o)

Zwischen meinen Ohren dröhnt es, ich folge dem Ruf und gehe wieder ins Bett. 

M.

1 Kommentar 15.9.11 14:13, kommentieren

 

 

 

Was ist passiert, wo stehen wir gerade... weiß jemand was?

Wir stehen zB auf der Waage und warten darauf, dass die Anzeige endlich weiter nach unten rutscht. 60.0 - schon wieder - dabei haben wir doch kaum was gegessen. Vielleicht gibts so einen Punkt ab dem es nicht mehr weniger wird. Bestgewicht bisher 59.7 und da muss doch aber mehr gehen. BMI ist ja noch laaange gut. Hier gibt es ja die Riege derer, die meinen gesund sieht anders aus, aber das muss was Altes sein. Man muss ja nicht dick sein, um gesund auszusehen. Letztes Jahr um die Zeit haben wir 70kg gewogen. Da sind dann die meisten ganz glücklich. Das ist doch aber nicht normal. 

Hm ja letztes Jahr um die Zeit. Waren wir grad aus der Klinik zurück.

Jetzt sind wir mal grad im Leben zurück. Also was man so Alltag nennt. Arbeiten, Haushalt, soziale Kontakte, blabla. Ok, jetzt gerade nicht. Seit 1 Woche im Bett mit dieser Grippe. Im Alter geht das Genesen wohl langsamer. Hab auch nicht richtig Interesse dran, was macht es denn für nen Unterschied. Ja, Geld. Das ist aber auch schon alles.

Ohren sind zu, Kreislauf ist leer - lach - und der Körper kommt uns so müde vor. Also gehen wir wieder ins Bett. Wird schon Gründe und einen Sinn haben. Ab nächster Woche müssen wir eh wieder.

Funktionieren, immer nur funktionieren. So gehts halt im Leben. "So ist das", sagte der Clown und malte sich ein Lächeln ins Gesicht. Wir gehen lieber schlafen als uns anzumalen.

xyz

15.9.11 14:05, kommentieren

 

 

 

Es ist schön zu leben, weil Leben Anfangen ist, immer, in jedem Augenblick.

(Cesare Pavese)

1 Kommentar 6.8.11 21:41, kommentieren

 

 

 

An meine Mutter

Ich habe Dich immer geliebt.

Wenn Du mich so angesehen hast, voller Abscheu,
habe ich Dich geliebt.
Und mich abscheulich gefunden.

Wenn Du mich angeschrien hast mit vor Hass verzerrtem Gesicht,
habe ich Dich geliebt.
Und mich gehasst dafür, dass ich Dich nicht verstanden habe.

Ich fand Dich immer wunderschön.

Jeder Blick von Dir - der Blick einer schönen Frau
auf ein häßliches Ekel, das ich war.
Jedes Wort - ein Wort aus dem Mund einer schönen Frau.
An ein Wesen, das Deine Beachtung nicht wert ist.

Ich habe Dich immer geliebt.

Wie Du gesungen hast
und mir dann sagtest wie gern Du mich lieben würdest.

Ich habe Dich immer geliebt.

Wenn Du auf mich eingeprügelt hast, blind vor Hass,
habe ich Dich geliebt.
Und mich angestrengt, mich nicht zu bewegen,
um mich Dir nicht zu entziehen.

Wenn Du meine Schwester geküßt hast,
habe ich Dich geliebt.

Wenn Du mich eine Hure genannt hast,
weil Dein Vater nach mir griff,
habe ich Dich geliebt.
Und war stolz, daß Du mich für so mächtig gehalten hast.

Als man mir sagte, Du seist bösartig zu mir gewesen,
habe ich Dich geliebt.
Ich habe geweint und habe Dich wütend verteidigt.

Ich wollte mich bei Dir entschuldigen,
konnte aber nie ausreichende Worte finden,
für das, was ich Dir angetan habe.

Niemand wird jemals begreifen wie sehr ich Dich liebe.
Ich weiß, ich habe Dich nicht verdient.
Ich habe das Leben nicht verdient.
Aber ich habe Dich immer geliebt.

Deine Laura
(Herbst 2010)

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31.7.11

In diesem Jahr beschäftigt mich das irgendwie besonders, so weit hinten, weit unten, aber es schwemmt sich immer wieder in mein Bewusstsein: heute hat meine Mutter Geburtstag. Nachdem wir gestern den ganzen Tag ziemlich schräg waren und erst nachts so halbwegs ins Bewusstsein zurückfanden (nach SV), kam mir dann so ganz langsam, dass es vielleicht doch (auch) was damit zu tun haben könnte. Also gebe ich dem jetzt Raum.

Ich weiß nicht, ob es wirklich auch mit mir was macht oder hauptsächlich mit Laura. Die SV-Art lässt auf Laura schließen und es geht ihr auch echt nicht so gut. Vielleicht schreibt sie ja irgendwann selbst was. Kann sein, dass es nicht bemerkt wird und sie sich schon dazwischenmischt. Aber ich versuche mal, das zu trennen.

Ich fühle, wenn ich daran denke, nichts. Ich habe keinen Bezug dazu. Sie hat Geburtstag. Ja und? Sie hat mit meinem Leben nichts zu tun. Ich habe nichtmal eine genaue Erinnerung an sie. Liegt wohl daran, dass ich erst später "entstanden" bin. Ich weiß aber, dass sie zu meiner Geschichte gehört. Ich meine - sie ist meine Mutter, so ist das eben. Was ich inzwischen verstanden habe, ist, dass sie eine ungeheure Macht über mich und mein Leben hatte und über "Teile" von mir immernoch hat. Ich kann relativ real fühlen, dass "mir" oder uns durch sie 17 Jahre lang nichts als Gewalt und Psychoterror "vergönnt" war.

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1.8.11

Der Tag ist rum und damit auch die Nähe zu dem Gefühl. Laura fühlt sich schuldig, wenn sie "uns Zeit stiehlt", weil sie da ein Thema hat. Ich fänd es schon gut, es mal zu bedenken, weil ich gar nicht so richtig weiß, was es wirklich mit mir macht, dass sie so an ihr hängt und was genau eigentlich "wirklich" mein eigenes Gefühl dazu ist.

Wo war ich...
"Ich kann relativ real fühlen, dass "mir" oder uns durch sie 17 Jahre lang nichts als Gewalt und Psychoterror "vergönnt" war."
Ja, das kann ich, aber es belastet mich überhaupt nicht. Es "macht" nichts mit mir. Ich habe keine Flashbacks zB.

Ich weiß um meine Geschichte, aber ich muss nicht darüber reden. Wirkt jetzt nicht so, weil ich es ja zum Thema mache - aber so ist das. Mir ist bewusst, dass andere in mir das vielleicht brauchen, jedenfalls deuten bestimmte Dinge darauf hin. Das Gedicht von Laura zeigt eine "Einsicht" bei ihr, die sie nur in ganz kurzen Momenten mal hatte, wenn sich jemand intensiv mit ihr beschäftigt hat, wie damals in der Klinik, als sie fest davon überzeugt war, dass die Klinik dazu da war, uns "die Flausen" auszutreiben und wir danach wieder nach Hause müssten. Das war 12 Jahre nach der Flucht von der Mutter. Klar, dass das dann ein Thema wurde.

Jetzt eben diese SV-Sache. Ich hab mich wirklich durchforscht, ob ich Druck hatte, ob jemand was aus der Therapie übrig hatte, ob es Bestrafung war oder sonstwas, das gibt es auch alles, aber nicht so unwidersprochen, dass die SV passiert wäre. Es war was anderes und inzwischen bin ich sicher, dass es Laura war und dass es mit dem Geburtstag zu tun hatte.
Nur kann ich es heute schlecht "laufen lassen" in der PT, weil wir eigentlich noch 2 andere Sachen intensiv angefangen hatten, zwischen denen es schon schwer genug sein wird, eine Entscheidung zu treffen, wo wir weitermachen. Also muss ich es eigentlich allein machen, aber ehrlich gesagt krieg ich davor ganz ordentlich Schiss. Das fühlt sich an als ob ich auf einem Fass sitze, bei dem sich, wenn ich nicht aufpass, der Deckel öffnet und dann fliegt mir alles um die Ohren.
Also evtl. müssen wir halt dann heute doch eine Laura-Stunde einschieben.
Zurück zu mir.
Meine Mutter ist gestern 49 Jahre alt geworden und ich finde das so jung... Für mich ist das Gefühl dazu so als wäre die Zeit stehengeblieben. Ich denk mir: wieso kann das denn nicht schneller gehen, sie schon 60 oder 70 sein oder sowas. Das würde sich richtiger anfühlen.
Ist das, weil ich mir älter vorkomm als ich bin? Aber eigentlich fühl ich mich genau wie 30. Oder ist es, weil 49 so nah klingt? Weil sie MIR damit immer näher kommt, so vom Gefühl her? Es ist ja schon so, dass je älter man wird, umso gefühlt geringer wird der Abstand zwischen den "Älteren" und einer selbst. Das kenn doch sicher nicht nur ich so. Ich mein - früher fand ich, wenn jemand 8 Jahre älter war, das unfassbar viel Zeit. Also ich 18 - jemand anders 26. Oder ich 28 - jemand anders 36. Viel Zeit. Viel Alter dazwischen... Aber so seit einem Jahr hab ich das Gefühl, dass mein "Respekt" schrumpft. Also so das Gefühl, dass die Älteren "größer" und "mächtiger" und "schlauer" und "richtiger" und "erwachsener" sind als ich.
Hat es vielleicht was damit zu tun, dass ich dann logischerweise meine Mutter auch nicht mehr so viel mächtiger finde?

 

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Ja und dann, auf der anderen Seite, seh ich ganz rational, wie meine Mutter sich entwickelt hat. Also was ich über ihre Kindheit weiß, wobei ich da nur wenig weiß, aber ich kenn ja meine Großeltern und die Familie und das reicht mir und für mehr Interesse an meiner Mutter reicht es dann auch einfach nicht. Ich weiß, was ihr widerfahren ist, jedenfalls die Überschriften. Ich habe gesehen, wie sie sich entscheidet, ihr Leben zu leben und Kinder zu erziehen und mit ihrem Leben umzugehen bzw. mit dem was sie bekommt und was sie daraus macht.

Ich finde es ist eine traurige, bedauernswerte Existenz. Aber ich habe kein Mitleid. Sie hat erwachsen werden müssen genau wie wir alle und hätte mehr als einmal die Wahl gehabt. Ich glaube, wir haben immer eine Wahl - nur manchmal nicht die Kraft sie zu treffen - aber auch dann haben wir die Wahl, uns fürs Aufgeben zu entscheiden, fürs Liegenbleiben oder dafür, nach etwas anderem und Hilfe zu suchen, vor allem wenn man die Verantwortung für Kinder hat. Sie hätte viele Möglichkeiten gehabt, jeden Tag wieder. Aber sie hat sich nicht nur die 17 Jahre, die ich bei ihr war, sondern auch in den Jahren danach bis heute, dafür entschieden, zu glauben, dass sie das Opfer ihres Kindes - also mir - ist und das sozusagen der Gipfel ist, "nach allem was" sie für mich "getan" hat und nach allem, was sie durchmachen musste schon etc pp. Hauptsache, es sind immer die anderen schuld.

Ich habe mich entschieden, sie nie mehr in meinem Leben haben zu wollen - in der Gegenwart, in natura sozusagen. Und wenn sie mir sonstwie inszenieren würde, dass sie sich entschuldigen, alles erklären und "wiedergutmachen" will (was wir ja schon alle ein bißchen ersehnen, wenn uns die Tränen kommen oder so ein schnippisches "Pfffffffffff", wenn man im TV über diese Schnulzensendungen stolpert, wo sie sich dann nach 30 Jahren finden und lieben und alles ist toll...), dann würde ich mich umdrehen und gehen. Ich will es nicht wissen, ich will es nicht sehen, sie hat sich entschieden als es wichtig war, jeden Tag wieder, mit jedem Blick, jedem Schlag, jedem Tritt, jedem Ding, das sie getan hat, um all ihren Selbsthass auf mich abzuladen.

Und selbst WENN ich ein verabscheuungswürdiges Individuum schon als Kind gewesen sein sollte - ich schließe das ja nicht aus, dann wäre es ihre Pflicht als Mutter gewesen, sich Hilfe zu holen.
Jetzt kippt was innen in Introjekte, ich mach hier mal nen Punkt. Ich bin Hebamme und nicht doof, ich weiß um die Zusammenhänge und ich war nicht verabscheuungswürdig. Ich war nur zur falschen Zeit am falschen Ort bereit in die Welt zu kommen.

Pause.

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Es gibt noch was anderes, was mir klar wird gerade.

Ich weiß von so vielen anderen Geschichten und sehe das auch manchmal durch die Arbeit, wie viele Menschen grausame Mütter hatten und haben. Ich lese eigentlich nie solche Geschichten, ich weiß nicht warum - zT denk ich aus Selbstschutz (Trigger?), zT auch weil ich mich nicht drauf einlassen möchte, weil ich dann so eine Wut ohne Ort bekomme und die fühlt sich nicht gut an bzw. führt zu nichts. Und deswegen, weil ich weiß wieviele es gibt und wie schlimm es sein kann, was Menschen erleben mussten jeden Tag, jede Nacht über viele Jahre hinweg durch ihre Mütter, deswegen ist das für mich irgendwie unwichtig geworden. Ich meine - es weiß doch jeder, wie es sein kann. Da es so oft vorkommt und "man hört auch soviel", da brauche ich nicht darüber zu reden. Wozu denn? Es würde nichts ändern und mich einreihen in die Masse derer, die "eine schlechte Kindheit" hatten, das kann ich auch ohne das.

Es ist kein Abblocken, eher sowas wie ein Hinnehmen: So war das. Das ist meine Geschichte. Das bin ich. Aber ich muss nichts aufwühlen - weder in mir noch in anderen - es würde nichts ändern und es ist alles andere als ein "besonderes Einzelschicksal". Es braucht keine Erklärungen mehr. Keine Analyse. Kein genaues Hinschauen. Außer in der PT für bestimmte Dinge, um was im Heute für MICH zu lösen, aber es bleibt bei mir, da gehört es ja auch hin.


Seit Jahren reift der Gedanke an ein Buch. Es wurde angefangen, verändert, weitergeschrieben, der Titel ist schon klar - und jetzt, heute, ist das so unwichtig geworden. Nur manchmal denke ich daran, dass es dann "abgeschlossen" wäre. Einmal alles gesagt und in die Welt gegeben, aber mehr damit die Familie entblößt wird, das Schweigen gebrochen, ihre Heiligkeit entthront... keine Rache, nur das Bedürfnis, irgendwie "Gerechtigkeit" herzustellen, indem ich meine Geschichte richtigstelle und meine Familie für immer wissen soll, dass ich nicht mitmache, bei ihrem Pakt. Dass ich mich öffentlich neben sie stelle und da raustrete und sage: schaut, was sie getan haben und was sie immernoch tun, indem sie schweigen und mich brandmarken und mir diese ganze Schuld und Scham auferlegen, die sie verursacht haben.

2.8.11 12:53, kommentieren

 

 

 

Der frühe Vogel fängt den Wurm oder wie war das... In diesem Sinne sind wir dann mal wieder wach seit 5:31 Uhr und jetzt beratschlagen wir "seit Stunden" wie wir M. stabil kriegen zum Arbeiten. Wobei - ich glaub sie ist schon stabil, eben nur nicht da. So ein Mist. Dabei freut sie sich so seit Tagen, Wochen, keine Ahnung... Johanna meint, M. "geht das Herz auf", wenn sie stabil genug ist und arbeiten kann.

Heute also das erste Mal seit knapp 2 Jahren ein (anspruchs-)voller Arbeitstag. Also "voll" ist relativ. halb neun ca bis ca 19 Uhr. Aber mit viel Luft zwischen den Terminen. 

Nuja, haben gerade irgendwo den Link zu nem Lied aus den 60ern gefunden. "To every thing - turn, turn, turn - there is a season - turn, turn, turn..." Keine Ahnung ob das nen tieferen Sinn haben soll oder einfach nur so ein Lala-Ding ist. Glaub das ist eher nicht so gut so eine "Es wird sich alles fügen"-Mentalität, aber erklär das mal denen, die meinen, ich mach bloß Druck und das wär auch wieder nicht gut.
Ich find das jedenfalls anstrengend, dass wir schon wieder überlegen müssen, ob wir alle Termine verschieben und krank tun. Irgendwer wünscht sich auch immer besondere Betüddelung an den Frauentagen. Also wenigstens am schlimmsten Tag und der ist heute. Wie passend, oder.
 
Klara

28.7.11 07:27, kommentieren

 

 

 

Langsam wieder im eigenen Alltag landen. Da hat man sich mal grad von der eigenen Familie scheiden lassen, da gibts die volle Breitseite von der Schwiegerseite. Mit einer Beziehung "kauft" man halt immer auch so Sachen ein, die man eigentlich loswerden wollte. Ist eigentlich die ganze Welt irre oder was? Mir kommts langsam so vor als gäbe es "Normalität" gar nicht. Ja gut, das kommt drauf an, wie man Normalität definiert. Ich meine: eine Familie, deren Mitglieder sich gegenseitig wahrnehmen, sich mit Achtung und Respekt begegnen, aufeinander achtgeben, sich umeinander "kümmern", im nicht-übergriffigen Sinne und die das Leben aushalten ohne sich zu sedieren, zu betrinken, zu bekiffen, zu nikotisieren oder per TV, PC und so Kram zu narkotisieren. Meine Güte, echt, die ganze Welt ist irre.

Und wie wir mit unseren Alten umgehen, das schreit zum Himmel. Wie Abfall werden sie sortiert und behandelt und selbst die, die es zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben, ihnen zu helfen, verlieren manchmal komplett den Bezug zu einem sensiblen Umgang. Da stehen die Türen auf, während die Pflege "vollzogen" wird. Da werden die Leute mit "Na Omma, haste wieder den Pulli vollgespuckt" lächelnd angeflötet und sie lächeln dankbar zurück, weil sich das das Höchste an Menschlichkeit ist, das sie erwarten können. Zum Schreien ist das. Zum Schreien.

Naja und vor unserer eigenen Tür ist auch nicht gekehrt, da machen wir uns gar nichts vor. Aber wir sind schon froh, wenn wir sie überhaupt so weit aufkriegen, dass wir irgendwie angepasst scheinen, während wir noch immer im Keller mit der Lichtschaltersuche beschäftigt sind. Heute wieder so abgespacet bei der Innenarbeit, aber wir habens ganz ok wieder geregelt erstmal. Jetzt müssen wir nur wieder zurück in den Körper finden. Höhö.

Gestern nacht die Nachricht einer lieben Freundin auf dem AB entdeckt, als wir heimkamen und uns gewunder-freut wie hartnäckig sie ist. So lange schon bleibt sie dran und wir sind so dermaßen asozial. Ich weiß nicht, ob wirs schaffen heut, aber morgen nach der Arbeit vielleicht. Oder war Donnerstag ein schlechter Tag, ums bei ihr zu versuchen... *denk* Dann sind nämlich vielleicht auch die richtigen Alltagsleute da, weil: ich wüsst wieder nicht, was ich reden soll und bin eh zu hyper wahrscheinlich mit allem. Als Erstes müsst ich dann eh mich vorstellen und dann kneif ich doch wieder und sag den anderen Namen... *rolleyes* Naja ich glaub, sie glaubt uns eh nicht so richtig, aber das ist nicht schlimm, das kann ich ja auch nicht immer.

Ganz anders so "multiple Freundschaft"... das ist echt ne spannende Sache. Aber sogar da fühlen wir uns manchmal so dermaßen unzureichend, obwohl es dafür null Anlass gibt, glaub ich. Aber das ist irgendwie so drin.

Ich weiß auch echt nicht, wie das immer so passiert, dass wir so durcheinandergeraten und plötzlich die einfachsten Antworten nicht mehr gehen. "Bist Du Klara?" Äh. Nein. *pfeif* Dann hüpft wer quer und labert dazwischen, sagt nen ganz anderen Namen und das Gegenüber merkt aber gar nix von diesen Sekundenwechseln und ich steh da wie blöd und wir stehn da wie Kuhmatsch.

*wirr*-gelabert. Mal den Alltag suchen gehen...

Klara

27.7.11 17:47, kommentieren

 

 

 

Ab und zu wärs schön, mal nich so gestört zu sein. Könnte nicht einfach jeder von uns sein eigenes Leben haben? Körperspaltung bei multiplem Bedarf wäre echt mal ne Erfindung. Ich hasse es hier.

Cora

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Spannende Entdeckung, wenn man so Details zum ersten Mal checkt, wie dass Einzelne die Uhr nicht lesen können, was ja auch beinhaltet, dass wir alle ein unterschiedliches Zeitgefühl haben. Und manchmal vielleicht gar keine "Zeit verlieren", sondern einfach jemand, der zB auf nen bestimmten Termin ganz wild ist, aber die Uhr nicht kapiert, sich dann ab dem Aufwachen damit beschäftigen muss, dauernd auf die Uhr zu sehen, ob die richtigen Zahlen schon draufstehen, wir es schon verpasst haben oder was... Da wird dann schonmal klar, warum wir uns an manchen Tagen auf nichts konzentrieren können, nichts hinbekommen, aber keinen Plan haben wieso und was eigentlich das Problem ist... 

Super.

Könnte man jetzt sagen: na ist doch gut, dann weißte ja jetzt wo das Problem ist. Machst halt ne Konferenz für alle und ne Uhrenstunde mit Unterricht über Zeit und Raum und sowas und dann wissen es alle und gut ist.

Hm. Nur ists das eben nicht. Aber trotzdem spannend zu wissen. 

T.

 

10.7.11 17:45, kommentieren

 

 

 

Wozu sind die Schuldgefühle gut?
Warum sind sie wichtig... für mich?
Wofür brauche ich sie?

"Schuld" ist zwar schwer zu tragen, aber besser auszuhalten als der pure Schmerz, der darunter liegt und der unheilbar ist. Schuldgefühle sind "klar", berechenbar, sozusagen begrenzt. Schmerz, der so tief drin ist, dass er Schuld zum Aushaltenkönnen braucht, macht das Gefühl, ihm ausgeliefert zu sein. Nicht zu wissen, wo höre ich auf und wo fängt der Schmerz an und umgekehrt. Und vielleicht lebe ich manchmal "leichter" mit einem Schuldgefühl als mit dem losgelassenen Schmerz, von dem ich nicht weiß, wann er sich einpendeln würde in einen, den ich aushalten könnte.

Schuldgefühl ist "Macht" oder zumindest das Gefühl, weil man das "selbst macht", in der Hand hat, es ist AKTIV. Schmerz, großer tiefer Schmerz ohne Lösung, weil die Ursache nicht veränderbar ist, ist passiv und man fühlt sich ihm ohnmächtig ausgeliefert.

Hypothese: evtl. fühlt sich Schuldgefühl eigentlich noch viel schlimmer an, als wenn wir den Mut hätten, den unbeantworteten Schmerz zuzulassen, weil der Schmerz ja zusätzlich, unten drunter trotzdem immer da bleibt.

1 Kommentar 8.7.11 09:29, kommentieren

 

 

 

Wie war das -

ich wollte nie mehr nach dem Sinn fragen.

Eine Freundin, die Hilfe braucht, aber so sehr in ihrer anderen Welt untergeht, dass man sie gar nicht mehr kennt geschweige denn erreichen kann. Am Ende ist sie, so sehr, dass sie keine Kontakte mehr hat, zu niemandem. Nur ihre Eltern wissen wo sie ist - im Krankenhaus, fertig mit der Welt. Die Eltern haben uns geschrieben, wenn wir Kontakt suchen, dann sollen wir es ihnen schicken, die Freundin selber hat und will und kann nichts mehr, seit 6 Wochen in der Klinik.

Nun ist das mit Eltern so ne Sache. 

Und dann die Frage: was ist unsere Verantwortung. Was ist Coras Verantwortung als beste Freundin von ihr. Was ihr Bedürfnis ist, das ist klar zu fühlen und es ist auch kein Rankommen da, sie will nicht mit uns darüber konferieren oder so, sie hat diesen Drang - hinfahren, sehen was Sache ist, da sein, tun was möglich ist.

Dann sind da aber noch die anderen. Und diese Unklarheit, was ist da eigentlich los. Wieviel können wir tragen. Ist es schlimmer hier zu sein und nichts zu wissen oder dort zu sein und aktiv zu werden. 

Und das Gefühl - es sind doch gerade erst 10 Tage, eigentlich erst 3 ... an denen wir ganz langsam ins Leben zurück klettern. Das geht zu schnell, gleich wieder so eine Entscheidung treffen zu müssen - wobei, müssen wir ja nicht. Die Welt dreht sich weiter. Aber mit einem schlechten Gewissen lebt es sich multipel etwas kompliziert.  emotion

26.6.11 09:55, kommentieren

 

 

 

Was ist Materie.

Haben irgendwo gelesen, dass große WissenschaftlerInnen sich damit auseinandersetzen, ob der Mond auch noch da ist, wenn man nicht hinsieht. Darüber haben wir schon vor 25 Jahren ganze Nächte nachgedacht. Dabei ist das doch viel einfacher zu erklären als zB das Ergebnis des Doppelspaltexperiments.

Damit sollten wir uns mal beschäftigen. Es gibt echt ne Menge interessante Sachen.

Aber jetzt erstmal Arbeit.

22.6.11 08:24, kommentieren