Langsam wieder im eigenen Alltag landen. Da hat man sich mal grad von der eigenen Familie scheiden lassen, da gibts die volle Breitseite von der Schwiegerseite. Mit einer Beziehung "kauft" man halt immer auch so Sachen ein, die man eigentlich loswerden wollte. Ist eigentlich die ganze Welt irre oder was? Mir kommts langsam so vor als gäbe es "Normalität" gar nicht. Ja gut, das kommt drauf an, wie man Normalität definiert. Ich meine: eine Familie, deren Mitglieder sich gegenseitig wahrnehmen, sich mit Achtung und Respekt begegnen, aufeinander achtgeben, sich umeinander "kümmern", im nicht-übergriffigen Sinne und die das Leben aushalten ohne sich zu sedieren, zu betrinken, zu bekiffen, zu nikotisieren oder per TV, PC und so Kram zu narkotisieren. Meine Güte, echt, die ganze Welt ist irre.

Und wie wir mit unseren Alten umgehen, das schreit zum Himmel. Wie Abfall werden sie sortiert und behandelt und selbst die, die es zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben, ihnen zu helfen, verlieren manchmal komplett den Bezug zu einem sensiblen Umgang. Da stehen die Türen auf, während die Pflege "vollzogen" wird. Da werden die Leute mit "Na Omma, haste wieder den Pulli vollgespuckt" lächelnd angeflötet und sie lächeln dankbar zurück, weil sich das das Höchste an Menschlichkeit ist, das sie erwarten können. Zum Schreien ist das. Zum Schreien.

Naja und vor unserer eigenen Tür ist auch nicht gekehrt, da machen wir uns gar nichts vor. Aber wir sind schon froh, wenn wir sie überhaupt so weit aufkriegen, dass wir irgendwie angepasst scheinen, während wir noch immer im Keller mit der Lichtschaltersuche beschäftigt sind. Heute wieder so abgespacet bei der Innenarbeit, aber wir habens ganz ok wieder geregelt erstmal. Jetzt müssen wir nur wieder zurück in den Körper finden. Höhö.

Gestern nacht die Nachricht einer lieben Freundin auf dem AB entdeckt, als wir heimkamen und uns gewunder-freut wie hartnäckig sie ist. So lange schon bleibt sie dran und wir sind so dermaßen asozial. Ich weiß nicht, ob wirs schaffen heut, aber morgen nach der Arbeit vielleicht. Oder war Donnerstag ein schlechter Tag, ums bei ihr zu versuchen... *denk* Dann sind nämlich vielleicht auch die richtigen Alltagsleute da, weil: ich wüsst wieder nicht, was ich reden soll und bin eh zu hyper wahrscheinlich mit allem. Als Erstes müsst ich dann eh mich vorstellen und dann kneif ich doch wieder und sag den anderen Namen... *rolleyes* Naja ich glaub, sie glaubt uns eh nicht so richtig, aber das ist nicht schlimm, das kann ich ja auch nicht immer.

Ganz anders so "multiple Freundschaft"... das ist echt ne spannende Sache. Aber sogar da fühlen wir uns manchmal so dermaßen unzureichend, obwohl es dafür null Anlass gibt, glaub ich. Aber das ist irgendwie so drin.

Ich weiß auch echt nicht, wie das immer so passiert, dass wir so durcheinandergeraten und plötzlich die einfachsten Antworten nicht mehr gehen. "Bist Du Klara?" Äh. Nein. *pfeif* Dann hüpft wer quer und labert dazwischen, sagt nen ganz anderen Namen und das Gegenüber merkt aber gar nix von diesen Sekundenwechseln und ich steh da wie blöd und wir stehn da wie Kuhmatsch.

*wirr*-gelabert. Mal den Alltag suchen gehen...

Klara

27.7.11 17:47

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