In der Weite eines Augenblicks
habe ich gesehen
was immer unerreichbar weit
wird vor mir gehen.


Wie ein falsch gepolter Schatten
wird es immer vor mir sein
und mich daran erinnern,
dass ich's niemals nehmen kann, es würde niemals mein.

Ich weiß es ist vorhanden,
es breitete die Arme vor mir aus,
ganz nah, ganz echt, in einem Augenblick
zeigte es mir ein Zuhaus...

Ein Platz in einem Herzen,
als wäre da unendlich Raum für mich,
schien so greifbar nah...
und dann verflüchtigte es sich.

Ich konnte es nicht halten,
drum gab ich gab es zurück.
Es bleibt mein größtes Sehnen
in jedem Augenblick.

Vollkommenes wird unerreichbar sein
und muss es immer bleiben,
denn könnte ich's berühren,
würde ich es von mir treiben.

Ich würde atmen, endlich atmen.
Ich würde weinen bis es regnet.
Ich würde endlich fühlen, endlich sein.
Ich wünschte, ich wär ihm nie begegnet.

Denn zu sehnen ohne Wissen
ist dunkel und schwer,
aber unerträglich ist zu sehen:
es geht immer vor mir her.

Zu wissen es ist da,
zu spüren es würde Heilung sein,
zu wünschen ich dürfte es haben,
für dieses Fühlen fallen mir keine Worte ein.

Und doch ist es das größte Geschenk,
das mir vorstellbar ist,
es fühlen zu können,
dass es vorhanden ist.

8.12.11 23:57

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